Ernster Zwischenfall endet glimpflich.
Den 10.09.2009 wird sich der deutsche Pilot Thomas Schuller wohl ein Leben lang merken. Im ersten Durchgang der Halbakroklasse bei der Österreichischen Kunstflugstaatsmeisterschaft, die am Spitzerberg (NÖ) vom 09. bis 13. September 2009 stattfindet, ging die Struktur seiner Lo-100 im Flug zu Bruch.
Beruflich Hubschrauberpilot bei der deutschen Bundeswehr, reagierte Thomas Schuller perfekt. Ihm gelang in nahezu 1000 m über Grund der Notausstieg und eine sichere Landung mit dem Fallschirm. Das Flugzeug selbst ging führerlos zu Boden und endete als Totalschaden.

Dieser Umstand zeigt aber den hohen Trainingsstand der Wettbewerbspiloten, denn vom Erkennen der Ursache bis zum tatsächlichen Ausstieg (oftmals gegen hohe G-Belastungen) bleiben nur wenige Sekunden in denen jeder Handgriff 100-prozentig gelingen muss.

Die Staatsmeisterschaft ist generell ein Novum. Erstmals wird Motorkunstflug und Segelkunstflug abgehalten. Eine Rekordanzahl von 39 Piloten ermitteln die Staatsmeister in der Sportsman und Advanced Klasse im Motorkunstflug sowie in Halb- und Vollakro im Segelkunstflug unter sich.

Die Wettbewerbsleitung entschied sich in einer sofort anberaumten Exekutivsitzung den Wettbewerb fortzusetzen, so dass für Samstagabend das Vorliegen eines Ergebnisses erwartet werden kann. Aktuelle Ergebnisse und weitere Informationen erhalten Sie unter www.spinningshawks.com.

Noch einmal zum Bruch:
Die Untersuchung der Flugunfallkommission ist im Gange. Es kann aber von einem technischen Defekt ausgegangen werden.

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Bild 1: Lo-100 ist ein Klassiker der Kunstflugszene. Noch vor 20 Jahren gab es Teilnehmer auf diesem Muster bei Weltmeisterschaften.
Bildquelle: www.spinninghawks.com
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