Großes Fliegerfest auf Wasserkuppe beendet – Giorgio Galetto stahlender Weltmeister
Nach einer Woche packender Weltmeisterschafts -Atmosphäre endete auf der Wasserkuppe/Rhön das 4. FAI Grand Prix Finale der Segelflieger. Strahlender neuer Weltmeister wurde der Italiener Giorgio Galetto. Mit seiner großen Erfahrung und Tagessieg am fünften Wertungsflug spielte Galetto nochmals seine große fliegerische Erfahrung aus. Trotz einer Nullpunktewertung am letzten Flugtag rettete der 21-jährige Sebastian Nägel die Silbermedaille fürs deutsche Team. Mit einem spannenden Endanflug (Flugtag 5) eroberte der Österreicher Peter Hartmann für Österreich noch die Bronzemedaille.
Allgemeiner Tenor der Grand Prix Piloten: Diese Luftrennen in der Rhön waren Spitze.

Ein ausgedehntes Tief über dem Osten verhinderte den sechsten Wertungsflug. Mit dem Grand Prix Finale setzten die Luftsportler ein fliegerisches Ausrufezeichen. Die spannende Variation des Wettbewerbsflugs mit dem Regattastart unterscheidet sich gegenüber konventionellen Segelflugwettbewerben deutlich. Nach gemeinsamem Abflug hatte jeder Luftsportler dieselbe Ausgangslage. Auf einer großen Leinwand verfolgten Zuschauer das Luftrennen vor Ort, das mit einem Flugweg- Verfolgungsprogramm live präsentiert wurde. Im Internet war das Luftrennen weltweit live zu verfolgen. Mit Karl Senne und Markus Lewandowski waren zwei erfahrene TV Moderatoren vor Ort. Als erfahrene Segelflieger kommentierten sie die rasanten Luftrennen spannend. Der Andrang bei den Tagesieger- Ehrungen war stets groß. Hautnah verfolgten zahllose Besucher die Siegerehrungen aus naher Distanz. So war man seinen persönlichen Favoriten sehr nahe. Nahezu täglich waren tausende Gäste beim fliegerischen Event vor Ort. Wettbewerbsdirektor Hanno Obermayer schätzte den reibungslosen Verlauf des Wettbewerbs. Auch zollt er der Gesellschaft zur Förderung des Segelflugs auf der Wasserkuppe und ansässiger Segelflugschule Wasserkuppe großes Lob. Trotz schwieriger Wetterbedingungen leisteten Organisatoren und Helfer vorbildliche Arbeit. Der Segelflug wurde mit allen Fassetten vorgestellt. Kunstflüge von Hubert Jensch (mehrfacher deutscher Meister) und faszinierenden Oldtimer Segelflugzeuge fanden großen Anklang. Die legendäre Austria die in den 30er Jahren das größtes Segelflugzeug der Welt war, wurde im Maßstab 1:2 als Modellflugzeug mit 15. Meter Spannweite vorgeflogen. In Poppenhausen/Rhön fand das Grand Prix Finale mit einem Fliegerball ein würdiges Ende. Glücklich nahm der Italiener Giorgio Galetto seinen Weltmeisterpokal in Empfang. Mit dem 3. Gesamtplatz von Peter Hartmann schaffte es ebenso Österreich aufs Siegerpodest. „100 Jahre Segelflug auf der Wasserkuppe“ hatten mit dieser Grand Prix Weltmeisterschaft einen weiteren Höhepunkt gefunden.

Wertungsflug fünf GrandPrix Finale Wasserkuppe.
1. Giorgio Galetto (ITA) Ventus 2ax 67,82 km/h - 8. Punkte.
2. Rocca Carlos (CHI) Ventus 2a 67,60 -7 .Punkte.
3. Tilo Holighaus (GER) Ventus 2ax 67,45. 6.Punkte.

Gesamtwertung nach fünf Wertungsflügen.
1. Giorgio Galetto (ITA) Ventus 2ax 31 Punkte.
2. Sebastian Nägel (GER) ASW-27- 25 Punkte.
3. Peter Hartmann (AUT) Ventus 2- 22. Punkte.
4. Uli Schwenk (GER) ASW-27 20 Punkte.
9. Patrick Puskeiler (GER) Discus 2ax 10 Punkte.
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Bild1: Giorgio Galetto - neuer Weltmeister der Grand Prix Flieger.
Nach 1999 bei der Segelflug- WM in Bayreuth erflog der
Italiener Giorgio Galetto auf der Wasserkuppe/Rhön nun
seinen zweiten Weltmeistertitel.
Bild2: Der Entspannung- Zigarrenstummel hat geholfen.
Nach diesem Flug eroberte Peter Hartmann (AUT) noch die Bronzemedaille
Bild3: Uli Schwenk auf ASW-27
Bild4: Modellflieger: Die Austria mit ihren 15 Meter Spannweite. Vorne der legendäre Fafnir und in der Mitte die Wien. Allesamt als Modelle perfekt nachgebaut.
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